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lfd. Nr. 68
Name Krause, Reinhold (22.10.1893 - 24.04.1980)
FunktionObmann der Glaubensbewegung Deutsche Christen im Gau Groß-Berlin
DetailsHerkunft aus dem Berliner Arbeitermilieu; unstete Adoleszenz sowie schließlich Sublimierung der Weltkriegserfahrung; Hinwendung zur völkischen Bewegung; nachgeholtes Abitur und Lehramtsstudium; politisches Engagement zunächst im Umkreis der DNVP; in den 1920er Jahren kirchenpolitische Aktivitäten im Kreis der radikal völkisch-antisemitischen „deutschkirchlichen“ Bewegung; dort zügige Funktionärskarriere; seit 1932 NSDAP-Mitglied, im gleichen Jahr Wechsel zu den „Deutschen Christen“ (DC) und Aufstieg in hohe kirchliche Leitungsämter; seit August 1933 Leiter des „Gaues Groß-Berlin“ der DC; Initiator der Gauversammlung im Berliner Sportpalast am 13.11.1933, wo er als Hauptredner die konsequente Anwendung des „Arierparagraphen“ in der evangelischen Kirche forderte. Die dadurch v.a. auch international ausgelöste Empörung nötigte die DC zu einer personalpolitischen Notbremsung; am 14.11.1933 Entlassung K.s aus allen Ämter durch Reichsbischof Ludwig Müller; seither Hinwendung zu immer radikaleren Positionen und Gruppierungen, so etwa der „Deutschen Volkskirche“ und der „Deutschen Glaubensbewegung“; Aktivitäten für das „Amt Rosenberg“ sowie, bis zum Ende des NS-Regimes, Propagandist eines neuen Heidentums.
QuelleBBKL XXIV (2005); Personenlexikon

Dokumente (1):

Berichte des Apostolischen Nuntius Cesare Orsenigo
aus Deutschland 1930 bis 1939
Im Auftrag des Deutschen Historischen Instituts in Rom und in Kooperation mit der Kommission für
Zeitgeschichte Bonn und dem Archivio Segreto Vaticano herausgegeben von Thomas Brechenmacher
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